Best of 2017 – Die Lesetipps der Chefredakteure

Ich habe mir zum Jahresabschluss eine hübsche Idee eines New York Times-Kolumnisten ausgeborgt. Er hat die Redaktionsleiter wichtiger US-Medien gefragt, welche Geschichte aus ihrem Medium man zum Jahresende nochmal lesen sollte. Entstanden ist so eine wirklich interessante Liste.

Aber es ist natürlich eine US-amerikanische Sammlung. Deshalb habe ich diese Woche die ChefredakteurInnen von österreichischen Tageszeitungen und Magazinen um die Geschichten aus ihren Medien gebeten, die man „dieses Jahr gelesen haben sollte“.

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Zu Gast bei „Was soll das?“

Ich durfte in der – hoffentlich doch nicht letzten (!) – Folge des sehr feinen Podcasts „Was soll das?“ von Patrick Swanson & Michael Mayrhofer (das sind die beiden Herren im Bild oben) zu Gast sein.

Wir haben über das Unterbrechen in Interviews gesprochen und über den ORF unter Schwarz-Blau, warum ich keine Emojis mag, mal vor Saddam Hussein gekniet bin, nie zum Fernsehen wollte und meinen Job in der ZiB2 einer zufälligen Begegnung am Flughafen verdanke. Außerdem noch über meinen größten „Fuck up“ und perfekte Sushi.

Also, recht viele Themen, dauert 1h09 min – aber vielleicht sucht ja wer noch einen Zeitvertreib über die Feiertage.

Bagdad, 24.8.1990

Bonus-Track: Das besprochene Foto mit Saddam Hussein. Leider weiß ich nicht mehr, wer damals der Fotograf war.

War früher wirklich alles besser?

Das NDR-Medienmagazin ZAPP macht einen Ausflug ins Jahr 1957. Großartig!

Zeitreise: Back to 1957

Früher war alles besser? Anja Reschke und Michel Abdollahi reisen ins Jahr 1957 und zeigen, welche Vorurteile und Diskriminierungen damals herrschten. Spoiler: Zum Glück hat der Film ein Happy End 😉

Posted by Zapp – Das Medienmagazin on Mittwoch, 20. Dezember 2017

FPÖ: Edelweiß statt Kornblume

Heute tritt der neue Nationalrat zusammen und erstmals seit Heinz-Christian Strache FPÖ-Chef ist, kommen die Freiheitlichen zur Angelobung nicht mit blauen Kornblumen im Revers, sondern mit Edelweiß.

Die Kornblume war von Anfang an hochumstritten, weil sie traditionell das Symbol der Deutschnationalen in Österreich war und ein Erkennungszeichen der illegalen Nazis in der Ersten Republik.

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Die vielen Premieren dieser Wahl

Weil es die letzten zwei Tage recht hektisch war, erst jetzt noch ein paar historische Premieren vom Wahlsonntag:

Noch nie zuvor seit 1945 hat ein SPÖ-Bundeskanzler bei einer Wahl die Mehrheit verloren (nur zwei ÖVP-Kanzler: Klaus 1970 und Schüssel 2006).

Noch nie hat der Juniorpartner einer Koalition bei einer Nationalratswahl den ersten Platz erreicht.*

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Kann man Wahlumfragen glauben?

Weil derzeit fast täglich Wahlumfragen veröffentlicht werden und viele nicht wissen, was von solchen Umfragen zu halten ist, hier mal eine kleine Einführung.

Die Grundidee von Umfragen ist ja, dass man aus den Antworten einer Gruppe von Wählern auf das Stimmverhalten aller Wahlberechtigen schließen kann. Das funktioniert generell ganz gut, wenn die Meinungsforscher ein paar Grundregeln einhalten.

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Die Rückkehr der Quereinsteiger

Mathematiker Rudolf Taschner, Biochemikerin Renee Schroeder, Informatiker Hannes Werthner, Opernball-Organisatorin Maria Großbauer, Stabhochspringerin Kira Grünberg – noch bei keiner Nationalratswahl haben so viele bekannte, aber politisch völlig unerfahrene Quereinsteiger auf prominenten Listenplätzen kandidiert. Und noch sind gar nicht alle KandidatInnen nominiert.

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