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„Demokratischer Diskurs ist kein safe space“

Ich war gestern eingeladen zum Einstieg in eine Podiumsdiskussion bei den Münchner Medientagen einen kleinen Vortrag zu halten – zum Thema: „Political Correctness. Oder wie liberal ist unsere Meinungsdemokratie wirklich?“ Hier mein Text zum Nachlesen:


Ich sag’s Ihnen gleich vorneweg: Ich bin der Falsche für dieses Thema. Wenn ich mir die Zusammensetzung des Podiums anschaue, müsste hier ja zu Beginn eigentlich wer so richtig gegenbürsten und Sie provozieren.

Es müsste hier also jemand wie Matthias Matussek stehen oder Roger Köppel oder zumindest Harald Martenstein. Also ein älterer, weißer, ziemlich schlecht gelaunter  Mann, der Political Correctness für ein Wellness-Programm naiver „Gutmenschen“, hypersensitiver „snow flakes“ und angeblicher „Tugendterroristen“ hält, die schon eine Trigger-Warnung brauchen, wenn sie die Namen Matussek, Köppel oder Martenstein hören.

Wie Sie sofort erkannt haben, bin ich zwar auch ein schon älterer, weißer Mann, aber ich bin nicht schlecht gelaunt. Und ich habe auch kein grundsätzliches Problem mit Political Correctness – weil ich nämlich gar nicht glaube, dass das was besonders Neues wäre. Es gibt sogar sehr gute deutsche Wörter dafür: Anstand zum Beispiel – oder Respekt.

WELCHE SPRECHVERBOTE?

Also gleich vorab: Ich finde die PC-Debatte maßlos übertrieben. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass in unserer Branche derart viele von „Tugendterroristen“ verhängte „Sprechverbote“ herrschen würden. Ich kenne die Herrn Matussek, Köppel und Martenstein zum Beispiel alle aus Zeitungen – und es sind keine Samizdat-Blätter, die heimlich unter Theken verbreitet werden. Auch Thilo Sarrazins jüngste Islam-Exegese stapelt sich nicht nur in jeder Buchhandlung des Landes, sondern stand auch wochenlang auf Platz 1 der Bestseller-Liste.

Wie überhaupt die Debatte, dass man irgendetwas heutzutage nicht mehr sagen dürfte, durch das Internet lächerlich obsolet geworden ist.

Jeder Narr, jeder Konspirations-Paranoiker, jeder Prediger und jeder Propagandist – wirklich jeder, der meint, irgendwas unbedingt sagen zu müssen, egal wie geistlos, gehässig oder gemein – kann binnen Stunden einen YouTube-Channel eröffnen, seinen eigenen Blog einrichten und auf Facebook, Instagram und Twitter Millionen Fans und Follower sammeln.

DIE FREIHEIT VON 3 MILLIARDEN

Der berühmte Satz von Paul Sethe aus den 1960er Jahren „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“, ist heute so überholt und lächerlich wie mechanische Schreibmaschinen. Pressefreiheit ist heute die Freiheit von drei Milliarden Menschen mit Internet-Zugang, ihre Meinung – und zwar wirklich jede Meinung – ins Netz zu knallen.

Und beim besten Willen kann wohl niemand ernsthaft behaupten, dass Islam-Kritiker, Merkel-Kritiker oder Migrations-Kritiker nicht gehört würden. Sie haben sogar eine eigene Partei, die sitzt im Bundestag, ab Sonntag wohl in sämtlichen deutschen Landtagen und in gar nicht wenigen Talkshows.

Ist also alles gut? Und das Thema dieser Diskussion nach drei Minuten erledigt – und wir können alle ins Wochenende gehen?

Das dann auch wieder nicht. Denn tatsächlich sehe ich ein paar Probleme – auch wenn ich nicht unbedingt Lösungen dafür weiß, aber dafür ist ja dann das Podium da.

EMPÖRUNGSDEMOKRATIE

Für ein Problem halte ich etwa das, was Medien-Professor Bernd Pörksen in seinem klugen, neuen Buch Empörungsdemokratie nennt. Tatsächlich können viele von uns offenbar immer schwerer mit anderen Meinungen umgehen.

Was dann dazu führt, dass sich DIE ZEIT genötigt fühlt, sich für einen Text zum Thema „private Seenotrettung“ bei ihren Leser zu entschuldigen. Nun verstehe ich gut, dass ein liberales Publikum die Argumentation dieses Textes nicht unbedingt teilt. Aber man könnte sie sich ja mal anhören. Noch dazu, da der Text ohnehin im Rahmen einer Pro-Contra-Debatte veröffentlicht wurde. Daneben stand – genauso groß, genauso eloquent argumentiert – das Gegenteil.

Man kann den Artikel – und seinen Titel „Oder soll man es lassen?“ – natürlich kritisieren und das mit sehr guten Argumenten, aber dass DIE ZEIT ihn gedruckt hat, ist weder unmoralisch, noch ein Skandal.

SOCIAL MEDIA HABEN DIE DEBATTE VERSAUT

Aber Social Media haben die Debatte versaut.
Es fehlt ein direktes Gegenüber und dessen Reaktion – oder das Korrektiv einer Redaktion. Die praktische Regel „Engage brain before typing!“ halten offenbar viele für feige Selbstzensur. Und es dominiert, was Pörksen den „Kollaps der Kontexte“ nennt, also die maximale Erregung über Diskurs-Partikel ohne jeden Zusammenhang und ohne jeden Versuch, verstehen zu wollen.

Vor allem aber belohnen die Social Media-Algorithmen Zuspitzung, Polemik und Emotion, weil das besonders viel Reaktion provoziert und die Verweildauer auf den Plattformen erhöht. Anstelle von Kritik rollen so immer öfter Empörungswellen und Shitstorms durchs Netz. Und sehr, sehr viel Moral.

Ein Argument ist nicht mehr falsch, sondern böse.
Ich bin nicht deiner Meinung, würde aber mein Leben dafür einsetzen, dass du sie äußern darfst, wird ersetzt durch: Ich bin nicht deiner Meinung und werde sie deshalb niederkartätschen. Zumindest aber bin ich tief enttäuscht von dir und schwer beleidigt.

WAS UNSÄGLICH BLEIBT

Nur, damit wir uns richtig verstehen: Es gibt tatsächlich Äußerungen, die im ganz unmittelbaren Wortsinn unsäglich sind: Rassismus ist keine Meinung. „Heil Hitler“ ist kein Argument. Darüber muss nicht diskutiert werden. Im Gegenteil. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit solchen Positionen kann rasch zur „false balance“ werden, zur irreführenden Ausgewogenheit, die diskursiv legitimiert, was verfassungsfeindlich ist.

Doch innerhalb des Verfassungsbogens setzt demokratische Debatte den Wettstreit von Thesen und Meinungen voraus – und zwar unterschiedlicher Meinungen, sonst wird es keine Debatte.

Ich fand deshalb schade, dass sich DIE ZEIT für ihren Text entschuldigt hat, und nicht stattdessen erklärt, warum sie ihrem Publikum auch diese Sichtweise zugemutet hat (wobei ich die „Zumutung“ gar nicht so groß fand). Die ZEIT-Chefredaktion hätte die Empörung aushalten sollen – so wie ihre Leser den Text hätten aushalten sollen.

Meinungsfreiheit heißt, auch mit Meinungen konfrontiert zu werden, die man nicht mag. Dafür darf man auch anderen die eigenen Meinungen zumuten. Demokratischer Diskurs ist kein safe space.

KEINE „KAMPFZONE“ SONDERN ANSTAND

Das nächste Problem finde ich schwieriger – und ich möchte es an einem Beispiel erklären, das nicht ganz unheikel ist. Es gibt nämlich tatsächlich Dinge, die man heute nicht mehr sagt, auch wenn sie nicht durch das Grundgesetz verboten sind, sondern einfach aus Anstand.

Bekanntlich hat der MDR im Frühjahr eine Radiodiskussion mit folgendem Titel angekündigt: „Darf man heute noch ‚Neger‘ sagen? Warum Ist politische Korrektheit zur Kampfzone geworden?“

Über die zweite Frage spreche ich gerade. Die erste Frage – die mit dem N-Wort – ist sehr einfach zu beantworten: Nein, das darf man nicht mehr sagen. Jedenfalls nicht als Medium, das noch ernst genommen werden will. Das hat nichts mit einer angeblichen „Kampfzone“ zu tun, sondern nur mit Anstand. Praktisch alle Menschen, die mit dem Wort gemeint sind, finden es abwertend und rassistisch. Also verwendet man es nicht. Auch nicht für vermeintlich provokante Sendungstitel. Frage beantwortet, Fall geklärt.

Aber ich möchte trotzdem noch kurz bei diesem Beispiel bleiben, weil es recht plakativ etwas anderes zeigt – und ich bitte schon jetzt um Entschuldigung, dass ich dabei ohne das Wort, um das es geht, nicht ganz auskomme.

MEINUNGS-VERSCHIEDENHEITEN

Wie gesagt, kein anständiges Medium wird dieses Wort noch verwenden, außer als historisches Zitat.
ABER: Ich habe keine aktuelle Umfrage dazu, und trotzdem bin ich sicher, dass ein guter Teil der Bevölkerung – sagen wir mal ein Drittel – meint, dass das übertrieben ist: Warum soll man nicht mehr „Neger“ sagen?  Nach dem Motto: Ich habe das so in der Schule gelernt und als Kind „Zehn kleine Negerlein“ gesungen und in „Onkel Toms Hütte“ und bei Karl May kommt‘s auch vor. Es ist ja nichts Böses. Wo ist das Problem?

Diese Menschen finden sich damit in seriösen Medien nicht wieder.

Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: Ich finde das absolut richtig so. Dieses Wort geht einfach nicht mehr. – Aber das schafft tatsächlich eine gewisse Kluft zwischen seriösen Medien und einem Teil des Publikums.

Und solche Meinungs-Verschiedenheiten gibt es auch bei einigen anderen Themen. Die meisten Journalisten finden zum Beispiel die „Ehe für alle“ gut, ich lese jedenfalls wenige Kommentare dagegen. Alle Journalisten, die ich kenne oder lese, meinen auch, dass man Homosexuelle oder Transgender-Personen nicht diskriminieren soll. Aber ich vermute, dass es gar nicht wenige Leserinnen und Seher gibt, die noch immer finden, irgendwie sei das nicht ganz „normal“.

ENTFREMDUNG MIT DEM PUBLIKUM?

Nun meine ich keineswegs, dass man dem nachgeben soll. Es gibt ein Menschenrecht darauf, für sein Geschlecht, seine sexuelle Orientierung und ethnische Herkunft nicht diskriminiert zu werden. Aber derartige Unterschiede zwischen den Werthaltungen etablierter Medien und Teilen der Bevölkerung produzieren eine gewisse Kluft – und möglicherweise auch eine Entfremdung.

Ich weiß dafür keine Lösung, aber mich beschäftigt dieses Problem.

Eine mögliche Erklärung dafür wäre, dass es in den Redaktionen – jedenfalls der nationalen Leitmedien – relativ wenig Diversität gibt. Dort arbeiten mittlerweile zwar – glücklicherweise – immer mehr Frauen, auch in führenden Positionen, aber die meisten Redakteure sind heute urbane Akademikerinnen und Akademiker mit sehr ähnlicher Herkunft und Ausbildung, die in ähnlichen Gegenden wohnen und sich in einem ähnlichen sozialen und kulturellen Umfeld bewegen.

Das hat damit zu tun, dass man ohne Uni-Abschluss kaum mehr Chancen hat, aufgenommen zu werden, dass viele große Redaktionen ihren Nachwuchs aus den gleichen Journalismus-Schulen und Studienzweigen rekrutieren und dass der Einstieg in unsere Branche finanziell prekär geworden ist, mit vielen schlecht bezahlten Praktika und niedrigen Anfangsgehältern.

Das muss man sich als Mitte 20-Jähriger mal leisten können – oft braucht es dafür die Unterstützung gut situierter Elternhäuser. Und man muss es sich leisten wollen, weshalb es Absolventen aus Jura-, Wirtschafts- oder Technikstudien, die oft auch politisch konservativer sind, meist in besser bezahlte Berufe zieht.

JOURNALISTEN ALS ANYWHERES

Der britische Autor David Goodhart sieht die wesentliche kulturelle Konfliktlinie unserer Gesellschaften ja zwischen jener Bevölkerungsgruppe, die er die Somewheres nennt und den Anywheres. Als Anywheres bezeichnet er Menschen mit Uni-Abschluss, urban, kosmopolitisch und mobil, die sehr viel Wert auf Autonomie und Offenheit legen. Die Somewheres sind Menschen, die an einem Ort verwurzelt sind, eine weniger gute Ausbildung haben und für die Sicherheit und Tradition wichtig sind. Das sind keineswegs nur Arbeiter, sondern auch Gewerbetreibende, Landwirte, Hausfrauen, Beamte.

Die meisten Journalisten – jedenfalls in den großen, nationalen Medien, vielleicht weniger in den Lokalredaktionen – sind prototypische Anywheres. Aber ein Großteil unseres Publikums sind Somewheres.

WAS JOURNALISTEN GEGEN TRUMP HABEN 

Nun zeichnet professionelle Journalisten auch aus, dass sie von ihren persönlichen Ansichten abstrahieren können und ergebnisoffen und neugierig recherchieren und urteilen.

Aber es ist eine schwer bestreitbare Tatsache, dass zum Beispiel sehr wenige etablierte Leitartikler Donald Trump oder Marine Le Pen loben. Wenige Kommentatoren finden, dass der Brexit eine tolle Idee ist – oder dass die EU und der Euro grundsätzlich schlechte Ideen sind.

Das ist nicht deshalb so, weil die Atlantik-Brücke die deutschen Redaktionen fernsteuern würde. Oder George Soros, die Bilderberger oder Frau Merkel. Das ist natürlich paranoider Quatsch.

Aber es ist vielleicht auch deshalb so, weil viele führende Journalisten aus ähnlichen Milieus kommen, in denen Nationalismus – aus sehr guten historischen Gründen – nicht als sonderlich zukunftstaugliches Konzept gilt.

EIN RECHT AUF EIGENE FAKTEN?

Bei Trump oder dem Brexit kommt aber noch etwas dazu. Die Aufgabe von Journalismus ist die Beschreibung von Wirklichkeit, es geht um „the best obtainable version of the truth“, wie Watergate-Legende Carl Bernstein sagt.

Die Brexit-Kampagne und die Präsidentschaft von Donald Trump basieren jedoch ganz wesentlich auf dem, was Trump-Sprecherin Kellyanne Conway als „alternative Fakten“ berühmt gemacht hat.

Seit dem Amtsantritt von Trump vor nicht mal zwei Jahren hat ihm die WASHINGTON POST mehr als 5.000 öffentliche Unwahrheiten und Lügen nachgewiesen, im Schnitt 8,3 an jedem einzelnen Tag. Ein Präsident, der nicht nur ein Recht auf seine eigene Meinung haben will, sondern auch auf seine eigenen Fakten, so hat ihn die NEW YORK TIMES erst letzte Woche beschrieben.

Dass Journalisten dafür wenig übrighaben, ist naheliegend. Die bewusste Zerstörung einer gemeinsamen Faktenbasis zerstört den demokratischen Diskurs. Die wichtigste Funktion von Journalismus ist es aber, genau diesen Diskurs zu ermöglichen.

JOURNALISMUS UND BOULEVARD-POLITIK

Deshalb ist auch das Verhältnis zwischen Journalismus und populistischer Politik so schwierig. Lassen Sie es mich kurz so beschreiben: Qualitätsmedien sind ein Angebot an die Vernunft ihres Publikums. Boulevardmedien hingegen appellieren eher an Emotionen, oft auch an Ressentiments. In diesem Sinne könnte man populistische Politik auch als Boulevard-Politik verstehen. Auch sie appelliert sehr oft an Emotionen und Vorurteile.

Ich erzähle Ihnen ein Beispiel: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat auf seiner Facebook-Seite fast 800.000 Fans, auf Deutschland umgelegt wären das fast acht Millionen. Nach den furchtbaren Terroranschlägen von Paris im November 2015 mit insgesamt 130 Toten hat Herr Strache auf seiner Facebook-Seite ein Video geteilt, das angeblich jubelnde Muslime zeigte, und dazu den Satz geschrieben: „Freudenkundgebungen für den Terror! Das hast sicher auch nichts mit dem ‚Islam‘ zu tun“.

In Wahrheit war dieses Video damals sechs Jahre alt und zeigte jubelnde pakistanische Fans nach dem Cricket-World-Cup-Sieg 2009 in London. Das wurde auch binnen Minuten auf Straches Facebook-Seite kommentiert. Trotzdem blieb das Video samt Text stundenlang stehen, wurde zehntausendfach geteilt und erst nach etlichen Stunden und zahllosen Protesten letztlich gelöscht – ohne jede Erklärung und ohne Entschuldigung. Ich kenne keinen Journalisten und keine Journalistin, die das in Ordnung fanden. Und das hat wirklich nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

WIE KOMMEN WIR IN DIE FILTERBLASEN?

Nun gibt es in unserem Publikum aber Menschen – und zwar nicht wenige Menschen –, die so etwas nicht weiter stört, und die Donald Trump, LePen oder den Brexit gut finden und die EU oder den Euro schlecht. So wie sie auch schlecht finden, dass sie nicht mehr „Neger“ sagen sollen.

Wie erreichen wir diese Menschen noch mit seriösen Medien?

Früher hatten sie wenig Alternative, außer die BILD und den Stammtisch. Heute finden sie sich in riesigen Filterblasen und Echokammern aus Verschwörungs-Websites, Facebook-Propaganda und Wut-Blogs, in denen „Gutmensch“ ein Schimpfwort ist, eine demokratisch gewählte Kanzlerin als „Diktatorin“ denunziert wird und seriöse Medien –  im besseren Fall – als „Lückenpresse“. Und wo Political Correctness als Codewort gilt für Zensur und „Meinungsterror“.

Wie wir diesen Teil des Publikums nicht völlig verlieren – das halte ich für eine ganz elementare Frage an unsere Profession. Und es ist eine relativ neue Frage, die vor allem mit dem Verlust unserer  Deutungshoheit durch das Netz zu tun hat.

Die Debatte um politische Korrektheit ist ja weniger neu. Ich habe Ihnen da zum Abschluss noch ein kleines Buch mitgebracht: Ein Wörterbuch der Political Correctness, knapp 200 Seiten voll mit angeblichen Sprechverboten, absurden Korrektheits-Exzessen und Sorgen um die Meinungsfreiheit. Ich hab mir dieses Lexikon in den USA gekauft – im Jahr 1992, als Matussek, Köppel und Martenstein noch ziemlich junge, weiße Männer waren und auch noch gar nicht so schlecht gelaunt.


PS: Zum Thema Journalismus und Filterblasen habe ich bei den Medientagen 2016 etwas gesagt: „Wir müssen Social Media mit Journalismus infiltrieren“. Ich denke, das stimmt noch immer, wenn nicht sogar noch mehr als vor zwei Jahren.