Warum es WeltRAUM heißt

Das ist eine sensationell gut gemachte Animation über die Dimensionen unseres Sonnensystems. Anschauen & ausprobieren! Lohnt sich.

Screenshot der Animation

Die Schlüsselmomente der letzten 100 Jahre

Was waren die zehn wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte der letzten hundert Jahre – und welche die fünf wichtigsten in Österreich?

Das haben ich für die letzte ZiB2 des Jahres die führenden ZeitgeschichtlerInnen und PolitologInnen Österreichs gefragt. Anlass war das beginnende „Gedenkjahr“ 2014: 100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 80 Jahre österreichischer Bürgerkrieg, 75 Jahre Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, 25 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“.

orf.at hat daraus ein hochinformatives und toll illustriertes Schwerpunkt-Thema gemacht. Und hier geht es zu den mindestens so spannenden Einzelwertungen der 19 befragten HistorikerInnen samt ihren Begründungen.

Wer am Watschenbaum rüttelt…

… darf sich nicht wundern, wenn die Watschen auch runterfallen. Und gestern Abend habe ich – durchaus bewusst – recht fest am Watschenbaum gerüttelt.

Nach meinem Interview mit Oscar Bronner, das ich gestern verlinkt hatte, habe ich mir die Postings dazu auf standard.at angeschaut. Dort ging es interessanterweise nahezu ausschließlich um die angebliche „Bilderberger“-Weltverschwörung (und ein wenig darum, wie sehr ich im Interview wiedermal auf die Poster hinhacken würde).

Also schrieb ich gestern Abend auf meine Twitter-Seite: „Es ist wirklich beachtlich, wieviele Verschwörungs-Paranoiker sich im Standard-Forum tummeln. Was die wohl alle im echten Leben machen?“ Und: „Ich werde nie verstehen, warum man als Posting jeden Unsinn veröffentlicht, der es aus gutem Grund nie in die ‚Leserbriefe’ schaffen würde.“

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Oscar Bronner: Gründer & Griesgram

Ich bin seit meinem 19. Lebenjahr Journalist. In diesen 28 Jahren hatte ich einige fantastische Lehrmeister (Danke, Roland Machatschke, Franz Kössler, Raimund Löw, Johannes Fischer!) und viele, viele tolle KollegInnen, von denen ich sehr viel gelernt habe und bis heute lerne. Zu viele, um sie alle hier aufzuzählen.

Und ich hatte drei journalistische HeldInnen: Die hinreißende Barbara Coudenhove-Kalergi (unbedingt lesen: ihre Autobiografie „Zuhause ist überall“), den unvergleichlichen, viel zu früh verstorbenen Robert Hochner und Oscar Bronner.

Barbara Coudenhove und Robert Hochner durfte ich näher kennenlernen und mit beiden arbeiten. Oscar Bronner hingegen kenne ich persönlich kaum. Aber mein Interesse am Journalismus begann als 15jähriger mit einer PROFIL-Titelgeschichte über „Die Journalisten“. Da war Bronner schon etliche Jahre nicht mehr beim PROFIL, das er ein Jahrzehnt zuvor als 27jähriger (!) gegründet hatte, und sein Name sagte mir damals noch nichts.

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Nichtwähler-Beschimpfung

Einer der interessantesten Aspekte an diesem Wahlkampf ist ja, wer ihn für die ÖVP macht – nämlich Frank Stauss von der Berliner Agentur Butter.

Stauss ist einer der bekanntesten Wahlwerber Deutschlands, hat aber bisher ausschließlich Wahlkampagnen für Sozialdemokraten geplant – über zwanzig von Hannelore Kraft über Klaus Wowereit bis Gerhard Schröder. Jetzt arbeitet er erstmals für eine konservative Partei.

Der Sozialdemokrat Stauss ist 48, schwul und mit einem Mann verheiratet, mit dem er sich beim „Berliner Patenprojekt“ um zwei Kinder einer alleinerziehenden Mutter kümmert. Also ein doch eher unkonventioneller Background für einen ÖVP-Wahlkampf.

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Ein Tweet und seine Folgen

Tim Klimes hat mich für seine sehr feine Sendung „140 Sekunden“ besucht:

Vertragen Politiker die Nahaufnahme?

Vor knapp dreißig Jahren hat der amerikanische Medientheoretiker Joshua Meyrowitz eines der bis heute zentralen Bücher über das Fernsehen geschrieben. Unter dem Titel „Die Fernseh-Gesellschaft“ ist es 1987 auch auf Deutsch erschienen. Ein großes Kapitel widmet Meyrowitz darin der Frage, was das Fernsehen (schon damals) mit unserem Bild von Politikern macht.

Dieses Buch fiel mir in den letzten Tagen immer wieder ein, während der vielen Wahl-Konfrontationen, die von einem riesigen Publikum gesehen werden. 3,45 Millionen Österreicher haben zumindest in eines der bisher zwölf TV-Duelle hineingeschaut, das sind 47 % der Wahlberechtigten. Im Schnitt hatte jede Konfrontation durchgehend 741.000 Seher, die meisten waren es bei Spindelegger-Strache (841.000) und Faymann-Strache (838.000).

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Wahl-DUelle

Es war ein eher seltsamer Dialog im ORF-Bürgerforum zur Wehrpflicht Anfang des Jahres: „Du weißt, wer bei Dir dafür und wer dagegen ist, überzeuge einmal deine Leute“, sagte ÖVP-Chef Spindelegger zu Kanzler Faymann. Und der replizierte: „Sehen Sie, und das ist der Unterschied. Ich bin dafür, dass auch in der SPÖ jeder seine Meinung sagen kann.“

In der ÖVP-Zentrale liefen am nächsten Tag die Mailboxen über: Warum denn Spindelegger Faymann geduzt hätte, aber dieser den Vizekanzler gesiezt?

Tatsächlich sind die beiden Parteichefs im „real life“ seit langem per Du. Aber im Fernsehen wird traditionellerweise gesiezt, seit Bruno Kreisky 1975 im ersten heimischen TV-Duell überhaupt seinem ÖVP-Kontrahenten Josef Taus forsch erklärte: „Tun’s mich nicht dauernd schulmeistern. Manchmal kommen S’ mir vor wie a Gouvernante“.

Taus-Kreisky 1975

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Menschen, die auf Schirme starren

Warum ich glaube, dass es in 20 Jahren keine gedruckten Tageszeitungen mehr geben wird – mein Beitrag zur SPIEGEL-Debatte über die Zukunft der Zeitung ist heute erschienen.

Kaffeehaus San Francisco
Foto: Euke Frank

He had a dream

Exakt heute vor 50 Jahren hat Martin Luther King vor dem Washington Memorial seine legendäre „I have a dream“-Rede gehalten.
Vielleicht die bewegendste politische Rede, die man sich anhören kann:

Armin Wolf