Geboren am 19. August 1966 in Innsbruck.
Studium der Politikwissenschaft (mit einer Fächerkombination aus Zeitgeschichte, Soziologie und Erwachsenenbildung) in Innsbruck und Wien. Sponsion 2000, Promotion 2005. Postgraduate-Studium Business Administration in Berlin, MBA 2010. Seit 1985 ORF-Journalist. Ab 2002 Moderator der ZiB2, seit 2010 auch stellvertretender Chefredakteur der TV-Information.
Armin WolfKategorie: LesezeichenLesezeit: 1 Minute(n)https://www.arminwolf.at/2018/03/12/wo-is-da-jud/„Wo is da Jud Stephan Heller?“
„Vergessen wir nicht, dass am Anfang der nationalsozialistischen Herrschaft nicht Ausschwitz, sondern die Ausgrenzung von Menschen, die als störend, als schädlich betrachtet wurden, stand.“
Andre Hellers eindrucksvolle – und sehr persönliche – Rede beim Gedenken an den „Anschluss“ 1938 zum Nachlesen (und hier das Video):
Nachtrag 9.3.2018: Wie sich herausstellt, war der Autor allerdings nicht ganz ehrlich – er hat nicht wirklich seine Social Media-Nutzung eingestellt. (Danke für den Hinweis, Robert Harm!)
Armin WolfKategorie: BlogLesezeit: 4 Minute(n)https://www.arminwolf.at/2018/03/05/unzuverlaessig-wie-nie-die-waehler/Unzuverlässig wie nie: Die Wähler
Es war ein fulminanter Wahlsieg, den Peter Kaiser gestern in Kärnten errungen hat – mit dem dritthöchsten Zugewinn, den es je bei einer Landtagswahl gegeben hat.
Noch eindrucksvoller wird das Kärntner SPÖ-Ergebnis von 48 Prozent gestern aber im Vergleich zur Nationalratswahl. Im Herbst war Kärnten nämlich noch mehrheitlich blau und die SPÖ kam nur auf 29 Prozent. Die Freiheitlichen hatten im Oktober noch 32 Prozent, gestern waren es 23. Und die ÖVP schaffte mit dem Kanzlerkandidaten Kurz vor einem halben Jahr noch 26 Prozent in Kärnten, gestern aber nur mehr 15.
Dass die Wähler immer mobiler werden, ist seit Jahrzehnten ein Gemeinplatz der Politikforscher, aber so mobil wie bei den letzten Wahlen waren sie in Österreich noch nie.
In ihrem ganz neuen Buch über die Nationalratswahl 2017 haben die Wahlforscher Fritz Plasser und Franz Sommer dazu höchst eindrucksvolle Daten und Tabellen.*
Armin WolfKategorie: BlogLesezeit: 5 Minute(n)https://www.arminwolf.at/2018/03/04/knapp-72-prozent-und-jetzt/Fast 72 Prozent – und jetzt?
71,6 Prozent sind kein knappes Ergebnis, sondern fast drei Viertel aller abgegebenen Stimmen – mit denen die Schweizer heute die Initiative zur Abschaffung der Rundfunkgebühren abgelehnt haben. Es ist dann doch sehr deutlich geworden (Alle Details dazu hier).
Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das ein wichtiges Signal. Natürlich in erster Linie in der Schweiz, aber auch für den gesamten deutschsprachigen Raum, wo rund um das Referendem ebenfalls eine Debatte über die Gebühren begonnen hat.
Angefeuert wird die Kritik vor allem von der AfD in Deutschland und der FPÖ in Österreich, wobei die FPÖ als Regierungspartei wesentlich mehr Einfluss in der Frage hat. Nach dem Ergebnis der Schweiz wäre ich allerdings sehr überrascht, käme es auch in Österreich zu einer Abstimmung über die GIS.
So beginnt ein offener Brief, den 19 der prominentesten deutschen Fernseh-JournalistInnen an Kanzler Kurz geschrieben haben. Sie kritisieren darin ungewöhnlich scharf die Attacken der FPÖ auf den ORF und ziehen sogar Vergleiche mit der Situation in Polen und Ungarn:
Die Unterzeichner wundern sich über die bisherige „Zurückkhaltung“ des Kanzlers, aber sie …
„… hoffen sehr, dass es in Wien einen Ort gibt, an dem den pressefeindlichen und demokratieschädlichen Attacken durch österreichische Regierungsvertreter Einhalt geboten wird. Vielleicht ist dieser Ort ja das Bundeskanzleramt.“
Armin WolfKategorie: FundstückeLesezeit: 1 Minute(n)https://www.arminwolf.at/2018/02/28/gar-keine-tollen-tipps/Gar keine tollen Tipps
Pro-Tipp: Tun Sie das nicht, wenn Sie mal ins ZiB2-Studio eingeladen werden. Ich würde mich nicht fürchten – und die Zuseher könnten es doch irritierend finden…
Armin WolfKategorie: LesezeichenLesezeit: 1 Minute(n)https://www.arminwolf.at/2018/02/27/wieviel-meinung-new-york/Wie viel Meinung verträgt die NEW YORK TIMES?
Österreichische Zeitungsleser sind gewohnt, die selben Autorenzeilen über Berichten und Kommentaren zu finden – schon alleine deswegen, weil die heimischen Redaktionen viel zu klein wären, um diese Aufgaben zu trennen.
Ganz anders funktioniert das bei der NEW YORK TIMES mit ihren weit über tausend Journalisten. Die arbeiten entweder als Reporter oder Redakteure im Newsroom oder für das editorial board, also das Meinungs-Ressort der Zeitung.
Reporter dürfen nicht kommentieren, Mitarbeiter der editorial page dürfen keine Berichte schreiben und der Ressortleiter der Kommentarseiten ist auch nicht dem Chefredakteur unterstellt, sondern direkt dem Herausgeber.
Das editorial board produziert die täglichen Leitartikel der NYT, die keine Autorenzeilen tragen – sie vertreten die Linie der Zeitung. Und zusätzlich gibt es fixe Kolumnisten, die unter ihrem Namen schreiben (oft jahrzehntelang und mit großem Einfluss) – sowie Gastkommentare von externen Autoren (wie in Österreich z.B. auch auf den Meinungsseiten des STANDARD und der PRESSE).
Rund um das editorial board der NYT – und vor allem um deren Chef – gibt es nun seit einiger Zeit interessante Kontroversen, die VANITY FAIR jetzt in einer lesenswerten Geschichte zusammengefasst hat.
VANITY FAIR, 26.2.2018
Armin Wolf ist Journalist und TV-Moderator. Sein Blog befasst sich v.a. mit Medien und Politik.
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